Ein Kribbeln im Bauch, schlaflose Nächte, feuchte Hände beim bloßen Gedanken an das Objekt der Begierde − es ist Frühling, und ich bin verliebt. Bis über beide Ohren, unsterblich, und dieses Mal weiß ich auch: So leicht wird das mit dem Vergessen nicht werden. Weil ich sie nämlich unbedingt haben will, diese anthrazitgraue Haustüre mit den Swarovski-Steinchen im beleuchteten Glaselement. Mittels Fernbedienung schwingt die Tür automatisch auf, ein kleiner Fingerdruck genügt, und sie fällt wieder ins Schloss, verriegelt anschließend sogar automatisch.
Nun ist ja verliebt zu sein im Grunde genommen nichts Schlechtes − wenn man
nicht gerade mitten in einem Bauvorhaben steckt. Dann ist verliebt sein
ziemlich gefährlich. Liebe gefährdet das Budget, bringt die Finanzierung ins
Wanken und lässt den Partner besorgt den Kopf schütteln ob der neuen Ideen, mit
denen die künftige Hausherrin täglich zur Türe herein
kommt.
Einsparpotenziale? Kaum noch in Sicht
Seit feststeht, dass wir uns ein Haus bauen, war ich schon ziemlich oft
verliebt. In eine Holzterrasse, ausgerichtet nach drei Himmelsrichtungen. In
ein Fenster, das übers Eck reicht und in eine freistehende Badewanne.
Letztere kollidiert ganz klar mit der neuen Liebe meines Partners − einer
Walk-In-Dusche. Hier wird es demnächst wohl eine schmerzliche
Trennung geben, fürchte ich. Das tut mir leid − für die Dusche.
Wie es für die Fernbedienungs-Türe ausgeht, ist indes noch völlig offen. Noch suche ich nach Tauschmöglichkeiten, des Budgets wegen, versteht sich. Das hohe Fenster im Büro habe ich schon für die Holzterrasse geopfert. Der Badewanne zuliebe auf Natursteinfliesen verzichtet. Fürs Über-Eck-Fenster war bereits nichts Tauschbares mehr da. „Es ist nur eine Haustüre. Braucht’s des?“, höre ich wohlwollende Ratschläge um mich herum. Nein, nicke ich vernünftig. Das braucht’s natürlich nicht. Schön ist sie trotzdem. Und sooo praktisch. Seufz.
Eine Garage braucht ja nicht unbedingt ein Tor, oder? Dann könnte man nämlich die Türe gegen das Tor...
Wie es für die Fernbedienungs-Türe ausgeht, ist indes noch völlig offen. Noch suche ich nach Tauschmöglichkeiten, des Budgets wegen, versteht sich. Das hohe Fenster im Büro habe ich schon für die Holzterrasse geopfert. Der Badewanne zuliebe auf Natursteinfliesen verzichtet. Fürs Über-Eck-Fenster war bereits nichts Tauschbares mehr da. „Es ist nur eine Haustüre. Braucht’s des?“, höre ich wohlwollende Ratschläge um mich herum. Nein, nicke ich vernünftig. Das braucht’s natürlich nicht. Schön ist sie trotzdem. Und sooo praktisch. Seufz.
Eine Garage braucht ja nicht unbedingt ein Tor, oder? Dann könnte man nämlich die Türe gegen das Tor...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen